Stephen King – Joyland [Buchrezension]

Gut zu lesen – Mit viel Liebe für Details, aber mit sehr geringem Grusel- und Actionfaktor.

Buchtitel: Joyland
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 368

Kaufmöglichkeiten und weitere Details zum Buch

Worum geht es?

Devin Jones, ein 21-jähringer Student, verdient sich während der Semesterferien im Vergnügungspark „Joyland“ seinen Lebensunterhalt. Als sich jedoch seine Freundin Wendy von ihm trennt, verlängert er sein Beschäftigungsverhältnis und bleibt Teil der Park-Crew. Denn es gibt ein paar Dinge, die ihn nicht loslassen.

Abgesehen von der Frage, warum ihn seine Freundin verlassen hat und welches Mysterium die junge Annie und ihren behinderten Sohn in dem Haus unten am Strand umgibt, geht er den Ungereimtheiten eines Mordes nach: Vor langer Zeit wurde ein Mädchen im Vergnügungspark umgebracht. Ein Umstand, der immer wieder neue Spukgeschichten aufleben lässt. Während seiner Nachforschungen blickt Devin nicht nur hinter die Kulissen des Vergnügungsparks, sondern deckt auch das ein oder andere Geheimnis auf. Ehe er sich versieht, bringt ihn seine Neugier in ungeahnte Schwierigkeiten…

Nur für eingefleischte King-Fans

Der Roman „Joyland“ von Stephen King besticht leider durch wenig Spannung und Nervenkitzel. Lediglich die Spannung, ob auf der nächsten Seite (endlich) etwas Unvorhergesehenes passiert, hält den Leser bei der Stange. Ansonsten erfüllen bedauerlicherweise nur die letzten 50 der insgesamt 350 Seiten die Erwartungen an ein „typisches“ Stephen King-Buch. In diesem letzten Teil wird der Leser in die Aufklärung und Verstrickungen des mysteriösen Mordfalls hineingezogen.

Bis dahin gehen jedoch einige Lese-Stunden ins Land, die King mit sehr viel Liebe für Details füllt. Die Handlung, die sich komplett um den in die Jahre gekommenen Hauptcharakter und dessen Rückblick auf seine Arbeit in dem Vergnügungspark und auf den Mord dreht, wird in der Ich-Perspektive erzählt und in aller Ausführlichkeit dargestellt. Der Leser kann sich dadurch sehr gut in den Charakter hineinversetzen und die Erlebnisse nachvollziehen. Es wird deutlich, dass Devin Jones eine Zeit erlebt hat, die ihm für immer im Gedächtnis bleibt und die er durch das Erzählen nach wie vor zu verarbeiten versucht.

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