Wenn ich in einem Blog herumlese, finde ich es schön, zu wissen, wer hinter den ganzen Ideen, Gedanken und verfassten Beiträgen steckt. Aber diese immer gleichen „About Me“-Seiten langweilen mich. Einen Lebenslauf kann man auf jedem Xing- oder Linked-In-Profil nachlesen. Bezogen auf meine Situation und meine About Me-Seite – Was lohnt es also darüber hinaus über mich zu wissen? Vielleicht, wie ich so ticke?
Apropos „ticken“
Mich machen tickende Uhren verrückt. Vor allem kurz bevor ich abends unter meiner kuschelig warmen Bettdecke einschlafen möchte. Dieses immer wiederkehrende „tick, tack, tick, tack“ bringt mich solange um den Schlaf, bis sich die Uhr nicht mehr an der Wand und die Batterien nicht mehr in der Uhr befinden. Ruhe… Die mir nur solange gefällt, bis meine Gedanken anfangen wie Adler über Erlebtes oder Bevorstehendes zu kreisen.
Zwischen Chaos und To-do-Liste
Da hilft nur eins: eine To-do-Liste. Denn ich gehe sehr gerne geplant und organisiert durchs Leben. Zum Leidwesen meines Ehemannes. Es bringt ihn manchmal ein wenig um den Verstand, wenn ich bereits dienstags wissen möchte, wann genau wir am Samstag Besuch bekommen. Widerwillig muss er sich jedoch meistens eingestehen, dass es tatsächlich sinnvoll ist, die Planungen bereits frühzeitig in Angriff zu nehmen. Denn mein Ziel ist stets, mich entspannt mit vollem Kühlschrank und aufgefülltem Getränkevorrat auf den Tag X zu freuen.
Es lebe die Spontanität
Wer jetzt denkt, Spontanität würde damit zu einem Fremdwort für mich bzw. uns werden, täuscht sich gewaltig. Manchmal bin ich mir sogar selbst ein wenig zu spontan. Innerhalb von 30 Minuten Schlafsack, Isomatte, Zelt und Rucksack zusammenzupacken, um die nächsten zwei Tage ganz kurzentschlossen auf einem Campingplatz zu verbringen, stellt keine Herausforderung für mich dar. Im Gegenteil. Bisher zählten die überaus spontanen Entscheidungen zu meinen besten. Und überraschen mich damit glücklicherweise immer wieder selbst.
Das lebende Ü-Ei
Womit wir bei Überraschungen wären. Schon häufig habe ich den Satz „Das hätte ich jetzt aber nicht von dir erwartet!“ gehört. Was für die einen vielleicht erschreckend klingt, weil sie gegenüber anderen einem gewissen Bild entsprechen möchten, finde ich toll. Nichts ist für mich schlimmer, als in eine Schublade gesteckt zu werden, die zu eng ist, klemmt und sich dadurch nicht mehr öffnen lässt. Überraschungen und Unerwartetes machen das Leben erst l(i)ebenswert.
Sprichwörter treffen auf Dialekt
Genau wie die Sprichwörter, die ich manchmal vom Stapel lasse. Wenn der Mund sich schneller bewegt, als die Gedanken Zeit haben, sich zu ordnen, wird nicht nur der Hahn in der Pfanne verrückt, sondern auch der Kranich auf dem Dach. Zumeist merke ich – insbesondere an den verwirrt auf mich gerichteten Blicken, dass irgendetwas nicht stimmt. Mit einem filmreifen „Naja, du weißt schon, was ich meine“ und der dazu passenden, abwinkenden Armbewegung manövriere ich mich dann irgendwie aus der Situation. Blöd wird es nur, wenn sich zu dem verkorksten Sprichwort ganz unbewusst noch mein Thüringer Dialekt gesellt. Dann haben sich zwei wahre Freunde gefunden, die entweder zum herzhaften Lachen anregen oder noch tiefere Runzeln in die Stirn jedes verwirrten Gesichtsausdrucks ziehen. 😀
Das bin ich.
Es wird also nie langweilig. Und egal, was das Leben für einen bereitgehalten hat oder noch bereithält – das Leben hat jede Menge tolle Seiten, die es jeden Tag aufs Neue für sich zu entdecken gilt. Am besten immer mit Humor, Liebe, Begeisterung und einem Lächeln auf den Lippen.
